Bild: TAK Theater Liechtenstein / Spielzeit 24/25

URAUFFÜHRUNG DER NEUDRAMATISIERUNG

DIE VERMESSUNG DER WELT

Von Daniel Kehlmann | Dramatisierung Thomas Spieckermann

Produktion: TAK Theater Liechtenstein

Regie: Oliver Vorwerk; Ausstattung: Alexander Grüner 

Schauspiel: Thomas Beck, Dan Glazer, Andy Konrad, Oliver Reinhard, Nicole Spiekermann

Alexander von Humboldt liebt die Forschung und hasst die Langeweile. Schon als Kind beschliesst er, die Neue Welt zu erkunden. Als er tatsächlich nach Amerika aufbricht, hat er die besten Messgeräte dabei, um die Welt neu zu vermessen. Er ist ein Pionier des ökologischen und biologischen Denkens, erfindet quasi nebenbei die Geographie und katapultiert die Welt in die Zeiten der modernen Wissenschaft. Seine Begleiter führt er zur Verzweiflung, gehen doch seine Erkundungen über die Grenzen des Menschenmöglichen – sei es am Amazonas oder auf dem Chimborazo.


Der Misanthrop und Mathematiker Carl Friedrich Gauß hingegen würde seine Wohnung am liebsten gar nicht verlassen. Ihm ist unbegreiflich, warum man nach Amerika reisen sollte, die grössten Entdeckungen kann man auch zuhause am Küchentisch machen. Er verfasst die Grundlagen der Arithmetik und der Astrophysik und dringt in geistige Welten vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Dabei ist er der unangenehmste Zeitgenosse, den man sich überhaupt vorstellen kann: miesepetrig und schlecht gelaunt eckt er bei jeder und jedem an.


Daniel Kehlmann verbindet diese beiden Charaktere in einem Text, der die Zeitenwende um das frühe 19. Jahrhundert brillant auferstehen lässt. Die Vorstellung, die Welt bald ganz begriffen, beschrieben, vermessen und dank der Wissenschaft eine bessere, verlockende Zukunft vor sich zu haben, beflügelt eine Generation, die zuletzt abgelöst wird von einer neuen Zeit, deren Menschen politisch motiviert, nach Freiheit, Einheit und nationaler Souveränität streben. Die Grenzenlosigkeit der alten Welt weicht neuen, auch geistigen Grenzen.


Das TAK Theater Liechtenstein bringt den Roman zum ersten Mal seit 15 Jahren in einer vom Autor autorisierten Neudramatisierung auf die Bühne.

WANN:

Sa,  21. September 2024 um 19.30 Uhr (Premiere)

Do, 3. Oktober 2024 um 19.30 Uhr 

Do, 7. November 2024 um 19.30 Uhr 

Fr, 22. November 2024 um 19.30 Uhr

 

WO:

TAK Theater Liechtenstein, Reberastrasse 10 - 12, 9494 Schaan, Liechtenstein

  

VORKAUF: 

Der Vorverkauf startet am 26. August 2024. Die entsprechenden Infos werden hier bekannt gegeben.


WEITERE INFOS:

Foto: René Schnoz

WEITERE VORSTELLUNGEN

TELL

VON CARLO B. SCHMIDT

Inside Wilhelm Tell – ein bildgewaltiges Erzähltheater von René Schnoz

Produktion: Die Kollaborateure/ Klibühni Chur; Koproduktion: Theater Chur; 

Mit: Angela Collenberg/Sara Francesca Hermann, Riikka Lässer, Ivo Bärtsch, Thomas Beck;

Stimmen: Ivana Martinovic, Anita Schenardi, Jordana Bär, Thesi Sommer, Tim Hedinger, Walter Sigi Arnold, Rolf Sommer, Hanspeter Müller-Drossaart, Christoph Rath, Josef Mohamed, Martin Ostermeier;

Regie & Theaterfassung: René Schnoz; Bühne & Livezeichnungen: Angela Wüst,  Musik: Andi Schnoz;

Masken: Hugo Stadelmann, Sandra Stadelmann; Kostüme & Requisiten: Marlis Roth; Produktionsleitung: Iris Peng

Warum bloss noch einen Wilhelm Tell – und warum muss der auf die Bühne? Weil Schmidts «Tell» nicht nur in die Figuren hinein-, sondern geradezu aus ihnen herausschaut!


Wilhelm, Walter, Gertrud, Gessler, Harras: Sie alle erzählen aus ihrer Perspektive jene Episode ihres Lebens, welche die Schweiz nun seit 800 Jahren beschäftigt. Das ist so unmittelbar und stark, dass man mit jeder Figur mitfiebert und sympathisiert. Sogar Gessler – wenn der feinfühlige Habsburger es im föhngeplagten Urnerland mit seinen grobschlächtigen Freiheitstrychlern nur schwer aushält, dann fühlen wir mit.


Wie das Ganze umsetzen? Mit starken, live gezeichneten Bildern, mit 3-D-mummenschanzendem Schattenspiel, mit Urner und Habsburger Stimmen, mit grossen Innerschweizer Masken, mit nicht tanzenden Tänzerinnen und Tänzern, mit epochenübergreifender Musik!

WANN:

Weitere Spieltermin sind für Herbst 2024 geplant und werden hier zu gegebenem Zeitpunkt bekanntgegeben.

©ThomasBeck

PODCAST-SERIE

»SINN.VOLL«

GEDANKEN ÜBER DIE MENSCHLICHEN SINNE

Konzept und Umsetzung: Thomas Beck

Sprachliche Gedanken: Katja Büchel, Rita Frommelt, Marco Jehle-Radkohl, Johannes Jung, Alexandra Marxer, Tobias Wehrli, Maria Wohlwend; Musikalische Gedanken: Pirmin Schädler; Sprecher der literarischen Gedanken: Thomas Beck; Koproduktion: TAK Theater Liechtenstein

In den letzten Monaten war es notwendig, persönliche Begegnungen so stark wie möglich einzuschränken. Phasenweise waren Theater, Kinos, Restaurants und so weiter geschlossen. Das öffentliche Leben fand nur in reduzierter Form statt.

Je länger diese Ausnahmesituation dauert, desto grösser wird die Sehnsucht nach persönlichen Begegnungen, selbst wenn die Digitalisierung versucht, einzuspringen.


Was macht aber eine persönliche Begegnung überhaupt aus?


Wenn Menschen zusammenkommen, also Kultur stattfindet, spielen deren Sinne eine grundlegende, zentrale und essenzielle Rolle. Menschen begegnen sich im selben Moment im selben Raum. Dadurch werden sämtliche Sinne stimuliert und in der Folge vom Gehirn ausgewertet, sodass die Kommunikation und die darin enthaltenen Informationen in ihrer Ganzheit fliessen können. Es wird dieselbe Raumtemperatur gefühlt, es werden dieselben Umgebungsgeräusche gehört, es werden dieselben Gerüche wahrgenommen ... Durch die Stimulierung aller Sinne gleichzeitig und gleichräumig, können wir Menschen also besser verstehen, Informationen werden nicht verzerrt, und so können wir uns ein ganzheitliches Bild über jemanden oder etwas machen.


Vielleicht ist es »sinn.voll«, sich wieder einmal Gedanken über die menschlichen Sinne zu machen. Es könnte doch ganz »sinn.voll« sein, sich die menschlichen Sinne wieder einmal zu Gemüte zu führen, sie nicht einfach als sinnlose Gegenstände des täglichen Bedarfs wahrzunehmen, sondern viel mehr als systemrelevante Teile, die nur gemeinsam in einem vielfältigen und vielschichtigen Kontext Sinn ergeben.

Unser Leben macht doch Sinn, wenn es »sinn.voll« ist.

EPISODEN:










WEITERE INFOS:

Episode 1: Die menschlichen Sinne

Episode 2: Der Sehsinn

Episode 3: Der Hörsinn

Episode 4: Der Tastsinn

Episode 5: Der Geschmacksinn

Episode 6: Der Geruchsinn