©ohnetitel - netzwerk für theater&kunstprojekte
ARCHITEKTURTAGE 2026
AUF DIE PLÄTZE!
Eine Vermessung der Stadt Salzburg in zwei Formaten
Produktion: ohnetitel - netzwerk für theater&kunstprojekte; Kooperation: Initiative Architektur Salzburg; Konzept, Umsetzung, Durchführung: Arthur Zgubic, Dorit Ehlers, Thomas Beck; Mitentwicklung und - Durchführung: Theo Deutinger, Produktionsleitung: Katrin Gstöttinger; Öffentlichkeitsarbeit: Sabine Jenichl
Aktionsraum Stadt: Wo verlaufen die unsichtbaren Linien, die bestimmen, was erlaubt ist und was nicht?
Eine Vermessung der Stadt Salzburg als künstlerische Untersuchung – ohnetitel erkundet den öffentlichen Raum nach geltenden Kriterien, die die Bespielung der Stadt möglich bis unmöglich machen …
Im Aussenraum unterscheidet sich öffentliche Fläche von nichtöffentlicher, die Unterschiedlichkeit der Räume definiert unsere Bewegungs- und Verhaltensmöglichkeiten, die Grenzen gehen auch durch Körper, Sprache, Laute, Bilder. In vereinter Expertise aus Theater und Stadtplanung gehen wir in die Recherche und präsentieren unsere Ergebnisse: als Interventionen auf Plätzen der Altstadt sowie einem 10-tägigen Diskursraum, der in neue Ideen zu städtischen Räumen einlädt.
WANN:
Mi, 20. Mai 2026 bis Sa, 30. Mai 2026 Do, 11. Juni 2026 um 19:30 Uhr
WO:
Schallmooser Hauptstraße 5, 5020 Salzburg, Österreich und im öffentlichen Raum in der Stadt Salzburg
Detaillierte Programminfos werden laufend aktualisiert
DETAILLIERTES PROGRAMM:
Mi, 20 Mai 2026 um 18 Uhr
Schallmooser Hauptstraße 5, 5020 Salzburg, Österreich
AUFTAKTVERANSTALTUNG DER ARCHITEKTURTAGE 2026:
Ausstellung zum Stadt- und Flussraum
©TAK Theater Liechtenstein
DON KARLOS
von Friedrich Schiller
Produktion: TAK Theater Liechtenstein, Théâtre National du Luxembourg; Regie: Oliver Vorwerk; Regieassistenz: Susanne Oberndorfer; Ausstattung: Alexander Grüner; Musikalische Leitung: Karin Ospelt; Schauspiel: Thomas Beck, Ralf Beckord, Alisa Kunina, Rosalie Maes, Christiani Wetter, Antonia Jungwirth
PREMIERE
Liebe, Macht und Ideale im Widerstreit: Schillers «Don Karlos» zeigt mit dramatischer Wucht, wie privateste Gefühle zur Staatskrise werden. Ein Welttheater über Freiheit, Verrat und Verantwortung.
Der junge Karlos liebt Elisabeth und sie liebt ihn, doch dann heiratet sein Vater die Verlobte des Sohnes. Diesen Schlag kann Karlos nicht verwinden. Elisabeth hingegen ergibt sich in ihre unglückliche Ehe. Eine familiäre Tragödie, die zu einer Staatskrise wird, weil Karlos nicht nur ein junger Mann ist, sondern der Thronfolger der spanischen Krone. Sein Vater Philipp herrscht über das grösste Reich, das es jemals gab und in dem «die Sonne niemals untergeht», und das es durch die Heirat mit Elisabeth von Valois zu sichern galt. Doch die Herausforderungen für Philipp sind immens. In den Niederlanden herrscht ein Aufstand gegen die spanisch-katholische Herrschaft, der Kaiser in Wien will sein Imperium vergrössern und die Türken belagern das Abendland. Mit eiserner Hand hält Philipp dagegen. Keinen Zoll will er seinen Feinden überlassen. Für dieses Ziel setzt er auch rigorose Hardliner ein, die buchstäblich über Leichen gehen.
Marquis Posa, ein Jugendfreund von Karlos, kehrt eines Tages an den spanischen Hof zurück und fordert Karlos auf, mit ihm in die Niederlande zu gehen, weg von Spanien und dem Hof. Doch Karlos kann Elisabeth nicht zurücklassen und gerät noch dazu in eine Liebesintrige der Herzogin von Eboli. Posa geht auf Philipp zu, um ihn umzustimmen in seiner Grundhaltung: «Geben Sie Gedankenfreiheit!», fordert er vom König. In dieser zentralen Szene werden die Argumente für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gegen die politische Raison eines Staates abgewogen. Was bringt Freiheit, wenn die Grundpfeiler des Zusammenlebens erodieren? Doch Philipp ist zu Zugeständnissen bereit und bietet Posa ein Amt im Staat an. Karlos allerdings sieht das als Hochverrat seines Freundes an.
Schillers Drama über die historischen Figuren der spanischen Geschichte gilt als eines der grössten Theaterstücke der Weltliteratur und als ein Paradebeispiel eines Ideendramas, das nichts an Aktualität verloren hat. Realpolitik versus politische Utopie – zwei Figuren zweier gegensätzlicher Positionen streiten miteinander und verlassen doch nie die eine entscheidende Grundlage: Beide wollen das Beste für die Welt, in der die Menschen leben. Sie streiten nicht für ihre Interessen, sondern für allgemeingültige Werte und Ziele. Ein Gedankenkosmos, den die reale Politik in vielen Regionen unserer Zeit zunehmend zu verlassen scheint.
GASTSPIEL IM THEATRE NATIONAL DU LUXEMBOURG
WANN:
Do, 11. Juni 2026 um 19:30 Uhr
Fr, 12. Juni 2026 um 10:00 Uhr
Sa, 13. Juni 2026 um 19:30 Uhr
So, 14. Juni 2026 um 17:00 Uhr
WO:
Théâtre National du Luxembourg
194, route de Longwy, 1940 Luxembourg, Luxembourg
VORVERKAUF:
Online:
Mail*:
Telefon*:
*Reservierungen per Mail oder Telefon von Montag bis Freitag 9:00 - 17:00 Uhr
WEITERE VERKAUFSSTELLEN:
Luxembourg City Tourist Office
30, place Guillaume II, 1648 Luxembourg, Luxembourg
Montag bis Samstag (einschliesslich Feiertage): 9:00 - 18:00 Uhr
Sonntag (einschließlich Feiertage): 11:00 - 16:00 Uhr
Verkauf nur vor Ort
WEITERE INFOS:
©ThomasBeck
PODCAST-SERIE
»SINN.VOLL«
GEDANKEN ÜBER DIE MENSCHLICHEN SINNE
Konzept und Umsetzung: Thomas Beck
Sprachliche Gedanken: Katja Büchel, Rita Frommelt, Marco Jehle-Radkohl, Johannes Jung, Alexandra Marxer, Tobias Wehrli, Maria Wohlwend; Musikalische Gedanken: Pirmin Schädler; Sprecher der literarischen Gedanken: Thomas Beck; Koproduktion: TAK Theater Liechtenstein
In den letzten Monaten war es notwendig, persönliche Begegnungen so stark wie möglich einzuschränken. Phasenweise waren Theater, Kinos, Restaurants und so weiter geschlossen. Das öffentliche Leben fand nur in reduzierter Form statt.
Je länger diese Ausnahmesituation dauert, desto grösser wird die Sehnsucht nach persönlichen Begegnungen, selbst wenn die Digitalisierung versucht, einzuspringen.
Was macht aber eine persönliche Begegnung überhaupt aus?
Wenn Menschen zusammenkommen, also Kultur stattfindet, spielen deren Sinne eine grundlegende, zentrale und essenzielle Rolle. Menschen begegnen sich im selben Moment im selben Raum. Dadurch werden sämtliche Sinne stimuliert und in der Folge vom Gehirn ausgewertet, sodass die Kommunikation und die darin enthaltenen Informationen in ihrer Ganzheit fliessen können. Es wird dieselbe Raumtemperatur gefühlt, es werden dieselben Umgebungsgeräusche gehört, es werden dieselben Gerüche wahrgenommen ... Durch die Stimulierung aller Sinne gleichzeitig und gleichräumig, können wir Menschen also besser verstehen, Informationen werden nicht verzerrt, und so können wir uns ein ganzheitliches Bild über jemanden oder etwas machen.
Vielleicht ist es »sinn.voll«, sich wieder einmal Gedanken über die menschlichen Sinne zu machen. Es könnte doch ganz »sinn.voll« sein, sich die menschlichen Sinne wieder einmal zu Gemüte zu führen, sie nicht einfach als sinnlose Gegenstände des täglichen Bedarfs wahrzunehmen, sondern viel mehr als systemrelevante Teile, die nur gemeinsam in einem vielfältigen und vielschichtigen Kontext Sinn ergeben.
Unser Leben macht doch Sinn, wenn es »sinn.voll« ist.
EPISODEN:
WEITERE INFOS:
Episode 1: Die menschlichen Sinne
Episode 2: Der Sehsinn
Episode 3: Der Hörsinn
Episode 4: Der Tastsinn
Episode 5: Der Geschmacksinn
Episode 6: Der Geruchsinn